____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Joseph Marx
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Joseph Rupert Rudolf Marx (* 11. Mai 1882 in Graz, Ăsterreich-Ungarn; â 3. September 1964 ebenda) war ein Ăśsterreichischer Komponist, Pianist, Musikpädagoge und Kritiker.
Contents
⢠Leben
⢠Kompositionsstil
⢠Auszeichnungen
⢠Werkverzeichnis
⢠Diskografie
⢠Schriften
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Leben
Joseph (richtig Josef) Marx wurde am 11. Mai 1882 als Sohn des Arztes Josef Marx und der Irene, geb. Strohhuber (später umbenannt in Stiglitz) in Graz, RechbauerstraĂe 15, geboren.cite-ref-1[1] Er lernte bereits bei seiner Mutter Musik. Später erhielt er Unterricht an der Klavierschule von Johann Buwa (1828â1907), wo er sich zu einem virtuosen Pianisten entwickelte. Zugleich brachte er sich selbst das Cello- und Geigenspiel bei. Während seiner Gymnasialzeit begann er zu komponieren, indem er aus vorhandenen Themen KlavierstĂźcke und kleinere Werke fĂźr Trio- und Quartettbesetzung arrangierte und diese mit Freunden in Wirtshäusern auffĂźhrte.
Er studierte auf Wunsch seines Vaters Rechtswissenschaft an der Universität Graz, wechselte jedoch bald zu Philosophie und Kunstgeschichte. Dies fĂźhrte schlieĂlich zu einem Bruch mit seiner Familie, doch Marx hatte weiterhin groĂes Interesse an der Musik, so dass er im Alter von 26 Jahren seine Kompositionstätigkeit wieder aufnahm und innerhalb von vier Jahren, von 1908 bis 1912, ungefähr 120 seiner rund 150 Lieder schrieb. Marx, der als exzellenter Pianist galt, begleitete seine Lieder oft selbst.
Nachdem er 1909 den Dr. phil. erworben und musiktheoretische Arbeiten publiziert hatte, nahm Marx 1914 die Stelle eines Professors fßr Musiktheorie an der Wiener Musikakademie an. Zuvor hatte er in Graz im Rahmen einer eigenen, jahrelangen musikwissenschaftlichen Forschungsarbeit (basierend auf 8000 Einzelversuchen mit musikalisch unterschiedlich geschulten Testpersonen) zwei umfangreiche Dissertationen ßber Klangpsychologie und das Wesen der Tonalität vorgelegt, die auf der Pionierarbeit des Musikwissenschaftlers Hugo Riemann basierten.
1922 wurde er Direktor der Akademie und von 1924 bis 1927 ßbte er das Amt des Rektors der auf seine Initiative hin gegrßndeten ersten Hochschule fßr Musik aus. Im Jahr 1932 wurde Marx von Atatßrk beauftragt, als erster Berater beim Aufbau des Konservatoriums in Ankara und des tßrkischen Musikschulsystems tätig zu werden. Er ßbte diese Tätigkeit bis Ende 1933 aus (seine Nachfolger waren Hindemith, Bartók u. a.). Marx war mit mehreren bedeutenden Komponisten befreundet, u. a. mit Giacomo Puccini, Maurice Ravel, Richard Strauss, Zoltån Kodåly, Ottorino Respighi, Franz Schreker, Erich Wolfgang Korngold und Karol Szymanowski.
Von 1934 bis 1938 war er Mitglied im Staatsrat des autoritären Ständestaats.cite-ref-enderleburcel-2-0[2]
Marx, der auch als Kulturressortleiter, Musikkritiker und Essayist fĂźr Musikjournale und Zeitungen Wiens, etwa ab 1945 fĂźr die Wiener Zeitungcite-ref-3[3], tätig war, unterrichtete in seinen 43 Jahren als Musiktheorie- und Kompositionslehrer ca. 1.300 SchĂźler unterschiedlicher Herkunft. Dazu zählten u. a. Walter Achleitner, Necil KâzÄąm Akses, Ferid Alnar, Stefan Askenase, Seweryn Barbag, Guido Binkau, Miltiades Caridis, Johann Nepomuk David, Karl Etti, Frederick Fall, Richard Flury, Paul Walter FĂźrst, Friedrich Gulda, Theodor Hassek, Jascha Horenstein, Ĺ imon JurovskĂ˝, Oswald Kabasta, Rudolf Kattnig, Armin Kaufmann, Leon Klepper, Viktor Korda, Marjan Kozina, Johan Kvandal, Robert Leukauf, Alois Melichar, Josef Mertin, Franz Mixa, Hilde von Odelga (verehelichte Westrick), Walter Panhofer, Olavi Pesonen, Ludovit Rajter, Artur RodziĹski, Arnold RĂśhrling, Heinz Sandauer, Robert Schollum, Kurt Schwertsik, Witold Silewicz, Lucijan Marija Ĺ kerjanc, Ăistein Sommerfeldt, Norbert Sprongl, Peter Stadlen, Marko TajÄeviÄ, JenĂś TakĂĄcs, Georg Tintner, Bruno Uher, Ernst Ludwig Uray, Victor Urbancic, Erik Werba, Othmar Wessely, Friedrich Wildgans, Friedrich WĂźhrer, Gerhard WĂźnsch, Erich Zeisl und Herbert Zipper.
Der umfangreiche Briefnachlass in der Ăsterreichischen Nationalbibliothek â Marx hatte rund 15.000 Briefe von ca. 3.400 Personen aus dem Bereich der Musik erhalten, darunter der Ăśsterreichische Komponist Leopold Stolz â zeigt Joseph Marxâ jahrzehntelanges Ringen um die Geltung tonaler Musik.cite-ref-4[4]
Bis zu seinem Tod im Jahre 1964 war Joseph Marx Präsident und Ehrenvorsitzender vieler bedeutender Institutionen und Vereinigungen der Ăśsterreichischen Musik, so der Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger, Staatsrat fĂźr Kultur, Mozartgemeinde und Ăsterreichischer Komponistenbund. Der auch international angesehene Marx hatte sich nach dem Zweiten Weltkrieg um den Wiederaufbau des mitteleuropäischen und insbesondere des Ăśsterreichischen Musiklebens verdient gemacht und als Vertreter Ăsterreichs in Gremien der UNESCO fĂźr die Wiederherstellung der durch die NS-Zeit zerstĂśrten internationalen Beziehungen Ăsterreichs gesorgt. Er wurde am Wiener Zentralfriedhof in einem ehrenhalber gewidmeten Grab bestattet.cite-ref-verstorbenensuche-5-0[5]
Haltung und Rolle im Nationalsozialismus
Joseph Marx gehĂśrte auch nach dem sogenannten Anschluss Ăsterreichs an Nazi-Deutschland zu den meistgespielten Komponisten. So wurde etwa sein Klavierkonzert âCastelli Romaniâ 1938 auf dem Reichsmusiktag in DĂźsseldorf aufgefĂźhrt.cite-ref-6[6] DarĂźber hinaus fanden sich seine Werke oft in Programmen zusammen mit der NS-Ideologie nahestehenden Komponisten und Interpreten, etwa im Rahmen der Wochen neuer Musik in Wiencite-ref-7[7] mit Alfred Uhl (Gauobmann der Fachschaft Volksmusik der Reichsmusikkammer, Gau Wien)cite-ref-8[8] oder Armin Caspar Hochstetter (NSDAP-Mitglied);cite-ref-9[9] Dirigent des Konzerts mit den Wiener Symphonikern war NSDAP-Mitglied Paul Schmitz aus Leipzig.cite-ref-10[10] Immer wieder traten parteinahe Musikforscher als Vortragende in ausschlieĂlich Joseph Marx gewidmeten Konzerten in Erscheinung, etwa das NSDAP-Mitglied Erich Hermann MĂźller von Asow (âDas Judentum in der Musikâ).cite-ref-11[11]
Als konsequenter Gegner der ZwĂślftonmusik lag Joseph Marx auch während der NS-Diktatur voll auf kulturpolitischer Linie: âDie einzigen konsequenten Gegner der SchĂśnbergschule auf Wiener Boden kamen aus der Runde um Joseph Marx.âcite-ref-12[12] Entgegen der verbreiteten Information, er sei 1938 aller Ămter enthoben worden,cite-ref-13[13] behielt Marx seine Professur an der Reichshochschule fĂźr Musik in Wien.cite-ref-14[14]
Zudem nahm Joseph Marx während der NS-Zeit zahlreiche Ehrungen, Preise und finanzielle UnterstĂźtzungen seitens des NS-Regimes entgegen: so 1942 den Ehrenring der Stadt Wien,cite-ref-15[15] die Ehrenmitgliedschaft im Musikverein fĂźr Steiermark,cite-ref-16[16] den Kunstpreis der Stadt Graz (2500 Reichsmark)cite-ref-17[17] sowie einen Staatszuschuss in HĂśhe von 4000 Reichsmark vom Reichsministerium fĂźr Volksaufklärung und Propaganda.cite-ref-18[18] Anlässlich des 60. Geburtstages von Joseph Marx verfĂźgte Gauleiter Baldur von Schirach die Einrichtung des Joseph-Marx-Preises fĂźr Nachwuchs-Komponisten. Dieser wurde 1942 an Anton Heiller und 1943 an Hans Toifl verliehen.cite-ref-19[19] Das nationalsozialistische Bozner Tagblatt bezeichnete ihn 1944 als âfĂźhrenden Musiker der SĂźdostgaue des Reichesâ.cite-ref-20[20] 1944 stand Marx in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums fĂźr Volksaufklärung und Propaganda.cite-ref-21[21]
Kontroversen nach seinem Tode
Während der letzten rund anderthalb Jahrzehnte seines Lebens galt Marx als Autorität des Wiener Musiklebens. Im Zweiten Weltkrieg war Marx in Wien geblieben und hatte sich mit der ihm noch verbliebenen Stellung als bekannter Komponist und Redner fĂźr die âRettung der untergehenden Musikkulturâ eingesetzt und im Rahmen dessen einige Reden Ăźber die Musik im NS-Staat gehalten. Dies sowie die Tatsache, dass er weder emigriert war noch protestiert hatte und in den 1950er Jahren eine Machtposition im Wiener Musikleben innegehabt hatte, machten ihn zur umstrittenen Figur in den Debatten der Nachkriegszeit. So wurde etwa der 1947 von der Steiermärkischen Landesregierung gestiftete Joseph-Marx-Preis im Jahr 1989 in Johann-Joseph-Fux-Preis umbenannt.cite-ref-22[22]
Dass Marx am 9. Mai 1942 von der gleichgeschalteten Wiener Konzerthausgesellschaft zum dritten Ehrenmitglied ernannt worden war, sowie Namensverwechslungen mit dem Komponisten Karl Marx, der laut der Forschungen von Fred K. Prieberg Lieder fĂźr die Hitlerjugend komponiert hatte, brachten Joseph Marx in den Jahrzehnten nach seinem Tod weitere Beschuldigungen ein. Die Versuche, dem bis zu seinem Lebensende mit zahlreichen jĂźdischen KĂźnstlern wie Herbert Zipper, Erich Zeisl, Marcel Rubin und Erich Wolfgang Korngold befreundeten Joseph Marx eine antisemitische Haltung zu unterstellen, wurden durch die ErschlieĂung seines Briefwechsels mit seinen vielen jĂźdischen Freunden und SchĂźlern gegenstandslos.
Nach seinem Tod wurde er in Musikgeschichtsbßchern als einflussreicher, erzkonservativer Musikpädagoge und im Bereich des Liedschaffens erfolgreicher Komponist gefßhrt.
Die 2006 in Wien gegrßndete Joseph-Marx-Gesellschaft will an die musikalische Vielseitigkeit von Joseph Marx erinnern und seine vergessenen unentdeckten Werke in die Konzertsäle bringen.
Kompositionsstil
In seinen Werken orientierte sich Marx an Max Reger, Claude Debussy und Alexander Skrjabin. Ăhnlich wie Skrjabin suchte er aufgrund seiner starken Affinität zu mystischen Vorstellungen nach dem HĂśchsten in der Kunst als Ausdruck fĂźr den transzendenten Aspekt des Daseins. Dabei trieb er die spätromantisch-impressionistische KlangfĂźlle vor allem in der monumentalen, bisweilen orgiastischen Herbstsymphonie aus dem Jahre 1921 auf einen HĂśhepunkt. Sie bildet als eine von Ăberschwang und ungezĂźgelter Leidenschaft geprägte Orchestermusik zweifellos sein musikalisches Erbe.
Weitere HĂśhepunkte des Marxschen Schaffens findet man in den Werken Herbstchor an Pan und Ein Neujahrshymnus, beide entstanden in einer auf die Liederjahre folgenden Chormusik- und Kammermusikphase (1910â1914), wobei der Herbstchor sein erstes Werk mit Orchester war. Mit Verklärtes Jahr von 1932 verband er den Gesang ein letztes Mal mit ausschweifender Symphonik. Seine zunächst im Schatten der erfolgreichen Jugendstil-Lieder stehenden Orchester- und Chorwerke zeugen insgesamt von einem stark ausgeprägten Sinn fĂźr Polyphonie und einer unkonventionellen Harmonik. Seine trotz starker Melodik recht eigenwillige, die Tonalität voll ausschĂśpfende Tonsprache brachte Marx den Ruf eines Erneuerers unter den âTraditionalistenâ ein. Die sich fĂźr Solisten, Dirigenten und Orchestermusiker ergebenden Schwierigkeiten resultieren häufig in einer mangelnden Transparenz und Ausdifferenzierung der teilweise ins Extreme reichenden polyphon-komplexen Klangstrukturen, wie man sie beispielsweise in der Herbstsymphonie in sehr ausgeprägter Form findet.
Auszeichnungen
⢠1941: Stiftung des Joseph-Marx-Preis fßr Studenten des Faches Komposition an der Reichshochschule fßr Musik Wien durch Gauleiter Baldur von Schirachcite-ref-enderleburcel-2-1[2]cite-ref-23[23]
⢠1942: Ehrenring der Stadt Wien
⢠1942: Ehrenmitgliedschaft Musikverein fßr Steiermark
⢠1942: Kunstpreis der Stadt Graz
⢠1947: BĂźrgerurkunde der Stadt Wien (â Liste der BĂźrger ehrenhalber der Stadt Wien)
⢠1950: GroĂer Ăsterreichischer Staatspreis fĂźr Musik als Erstercite-ref-24[24]
⢠1952: Preis der Stadt Wien fßr Musikcite-ref-25[25]
⢠1952: Mozartmedaille durch die Mozartgemeinde Wiencite-ref-26[26]
⢠1956: Musikpreis des Landes Steiermarkcite-ref-27[27]
⢠1965: Gedenktafel am ehemaligen Wohnhaus in Wien in der Traungasse 6cite-ref-28[28]
⢠Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 32 C, Nummer 29).
Werkverzeichnis
Chorwerke (teilweise Bearb.):
⢠Ein Neujahrshymnus fßr gemischten Chor (oder Männerchor) und Orchester (1914)
⢠Berghymne fßr gemischten Chor und Orchester (ca. 1910)
⢠Herbstchor an Pan fßr gemischten Chor, Knabenstimmen, Orgel und Orchester (1911)
⢠Morgengesang fßr Männerchor und Orchester (1910)
⢠Abendweise fßr Männerchor, Blasorchester, Pauken und Orgel (1912)
⢠Gesang des Lebens fßr Männerchor und Orgel (1914)
Lieder/Orchesterlieder
⢠insgesamt ca. 150 Lieder fßr Gesang und Klavier, davon ca. zwei Dutzend mit Gesang und Orchester/Streichorchester
⢠Verklärtes Jahr fßr mittlere Stimme und Orchester (Liederzyklus, 1932; auch f. Singstimme und Klavier)
Orchesterwerke:
⢠Eine Herbstsymphonie (1921)
⢠Naturtrilogie, bestehend aus:
⢠Eine symphonische Nachtmusik (1922)
⢠Idylle â Concertino Ăźber die pastorale Quart (1925)
⢠Eine Frßhlingsmusik (1925)
⢠Nordland-Rhapsodie (1929)
⢠Eine festliche Fanfarenmusik fßr Blechblasorch., Pauken u. kl. Trommel (1928)
⢠Alt-Wiener Serenaden (1941)
⢠Sinfonia in modo classico fßr Streichorchester (1944)
⢠Partita in modo antico fßr Streichorchester (1945)
⢠Feste im Herbst (1946)
Konzerte fĂźr Soloinstrument:
⢠Klavierkonzert in E-dur: âRomantisches Klavierkonzertâ (1919â1920), von Jorge Bolet wiederentdeckt und oft gespielt
⢠Klavierkonzert in Es-dur: âCastelli Romaniâ (1929â1930)
Sonstiges:
⢠Klavierquartett in Form einer Rhapsodie (1911)
⢠Scherzo fßr Klavierquartett (1911)
⢠Ballade fßr Klavierquartett (1911)
⢠Sechs Stßcke fßr Klavier (1916)
⢠Streichquartett A-dur (1936, spätere Fassung als Quartetto Chromatico 1948)
⢠Quartetto in Modo Antico (1938)
⢠Quartetto in Modo Classico (1941)
⢠Zwei Violinsonaten
⢠Werke fßr Cello und Klavier
⢠Ein Klaviertrio
⢠Drei Klavierquartette
⢠Orgelstßcke
⢠Weitere (bislang unverÜffentlichte) Klavierstßcke
⢠Zahlreiche Stßcke fßr Gesang und Kammerensemble
Diskografie
Schriften
⢠Harmonielehre. Unter Zugrundelegung des Lehrganges von Joseph Marx verfaĂt von Friedrich Bayer. Universal-Edition, Wien 1933.
⢠Kontrapunktlehre. Unter Zugrundelegung des Lehrganges von Joseph Marx verfaĂt von Friedrich Bayer. Universal-Edition, Wien 1935.
⢠Betrachtungen eines romantischen Realisten. Gesammelte Aufsätze, Vorträge und Reden ßber Musik. Hrsg. von Oswald Ortner. Gerlach & Wiedling, Wien 1947.
⢠Weltsprache Musik. Bedeutung und Deutung tausendjähriger Tonkunst. Austria-Edition, Wien 1964.
Literatur
⢠Josef-Horst Lederer: Marx, Joseph. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 16. Duncker & Humblot, Berlin 1990, ISBN 3-428-00197-4, S. 326â327 (deutsche-biographie.de).
⢠Andreas Liess: Joseph Marx. Leben und Werk. Steirische Verlagsanstalt, Graz 1943.
⢠Erik Werba: Joseph Marx. (Ăsterreichische Komponisten des 20. Jahrhunderts, Band I). ĂBV, Wien 1964.
⢠Andreas Holzer: Joseph Marx. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 3, Verlag der Ăsterreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2004, ISBN 3-7001-3045-7.
⢠Berkant Haydin: Joseph Marx. RĂźckkehr eines âromantischen Realistenâ, in: Ăsterreichische Musikzeitschrift, Nr. 3/2006, S. 30â41.
⢠Daniela Candillari: Joseph Marx, romantische Ăsthetik. Dissertation Universität fĂźr Musik und darstellende Kunst in Wien 2007.
Weblinks
⢠Noten und Audiodateien von Joseph Marx im International Music Score Library Project
⢠www.joseph-marx-gesellschaft.org â Website der Joseph-Marx-Gesellschaft
⢠www.joseph-marx.org â ausfĂźhrliche Seite zu Leben und Werk
⢠Werkverzeichnis auf klassika.info
⢠Literatur von und ßber Joseph Marx im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠ĂMZ-Artikel (PDF; 757 kB) WĂźrdigungsartikel anlässlich der Verleihung des Ăsterreichischen Staatspreises
⢠Aufnahmen von âMarienliedâ mit Erna Sack von Joseph Marx aus dem Online-Archiv der Ăsterreichischen Mediathek
⢠Lied-Portal
Einzelnachweise
cite-note-11. â Pfarre Graz-St. Leonhard, Taufbuch XVIII 1877-1884, Seite 310.
cite-note-enderleburcel-22. â Gertrude Enderle-Burcel, Johannes Kraus: Christlich â Ständisch â Autoritär. Mandatare im Ständestaat 1934â1938. Hrsg.: Dokumentationsarchiv des Ăśsterreichischen Widerstandes und Ăsterreichische Gesellschaft fĂźr historische Quellenstudien, Wien 1991, ISBN 3-901142-00-2, S. 154f.
cite-note-33. â Rebecca Unterberger: Vom Diarium zur Zeitung: Wiener Zeitung auf litkult1920er.aau.at, verfasst März 2017, redaktionell ergänzt Februar 2019
cite-note-44. â Nationalbibliothek Wien, Datenquelle: Alter Autographenkatalog : Nachlass Joseph Marx
cite-note-verstorbenensuche-55. â Josef Rupert Rudolf Marx in der Verstorbenensuche bei friedhoefewien.at
cite-note-66. â Fred K. Prieberg: Musik im NS-Staat. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/M. 1982, S. 275.
cite-note-77. â VĂślkischer Beobachter vom 6. Mai 1942, S. 3.
cite-note-88. â Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933â1945. PDF auf CD-ROM, Kiel 2004 (2. Edition, Kiel 2009), S. 7774.
cite-note-99. â Prieberg, Handbuch, S. 3375f.
cite-note-1010. â Prieberg, Handbuch, S. 6661.
cite-note-1111. â Die Stunde vom 8. und 9. März 1938, S. 3â4.
cite-note-1212. â Harald Kaufmann: âIm Vorfeld der 'Jakobsleiter'â, in: Ders.: Von innen und auĂen. Schriften Ăźber Musik, Musikleben und Ăsthetik. Hrsg. v. Werner GrĂźnzweig und Gottfried Krieger. Wolke, Hofheim 1993, S. 58.
cite-note-1313. â Website Universal Edition Joseph Marx, abgerufen am 13. Mai 2025.
cite-note-1414. â VĂślkischer Beobachter vom 1. Juli 1942, S. 3.
cite-note-1515. â VĂślkischer Beobachter vom 12. Mai 1942, S. 3.
cite-note-1616. â Harald Kaufmann: Eine bĂźrgerliche Musikgesellschaft. 150 Jahre Musikverein fĂźr Steiermark. Graz 1965, S. 164.
cite-note-1717. â Prieberg, Musik im NS-Staat, S. 270.
cite-note-1818. â Prieberg, Musik im NS-Staat, S. 267.
cite-note-1919. â VĂślkischer Beobachter vom 1. Juli 1942, S. 3, sowie VĂślkischer Beobachter vom 1. Juni 1943, S. 3.
cite-note-2020. â Bozner Tagblatt, Ausgabe vom 7. Juli 1944, S. 4.
cite-note-2121. â Marx, Joseph. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten: Hitlers Liste unersetzbarer KĂźnstler. Kiel: Arndt, 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 198.
cite-note-2222. â Karl Acham (Hrsg.): Kunst und Geisteswissenschaften aus Graz, BĂśhlau, Wien 2009, S. 171.
cite-note-2323. â VĂślkischer Beobachter vom 12. Mai 1942, S. 3.
cite-note-2424. â Flotzinger u. Gruber (Hrsg.): Musikgeschichte Ăsterreichs Band 2. Verlag Styria, 1979. S. 498
cite-note-2525. â Flotzinger u. Gruber S. 505â506
cite-note-2626. â Inschrift Deutschordenshof, SingerstraĂe: Joseph Marx 1952 (abgerufen am 11. Juni 2014)
cite-note-2727. â Flotzinger u. Gruber S. 522
cite-note-2828. â Marx-Gedenktafel im 3. Bezirk (Memento des Originals vom 8. Dezember 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wien.gv.at
cite-note-2929. â siehe auch http://www.joseph-marx.org: Diskografie
cite-note-3030. â HĂśrprobe